Review Legacy
Der Bodensee führt nicht nur drei Länder an einer Stelle zusammen, sondern auch fünf talentierte Musiker, die sich aus den unterschiedlichsten Richtungen des Metals zusammengerauft hatte, um eine Band zu gründen, die sich unter dem Namen MOONCRY im letzten Jahr formiert hat.

Und die musikalischen Ergebnisse können sich mehr als sehen lassen, die hier in Form des äußerst gut produzierten und in Eigenregie veröffentlichten Debüts zusammengefasst wurden. Der Stil ist irgendwo zwischen Melodic Metal und leicht melancholischem Sound in Richtung Sentenced anzusiedeln, die hörbaren Eindruck bei den Protagonisten hinterlassen haben. Auch Iced Earth standen mit ihren Referenzen im Bereich (Halb-)Balladen Pate, u.a. für "Angel of darkness", dem reifsten und überzeugensten Track auf "Legacy of hope".

Die sieben überwiegend epischen Tracks mit einer Durchschnittslänge von sechs Minuten sind alles anderer als Fast Food für die Ohren und auch die Texte wirken durchdacht und persönlich gehalten. Größte Kritikpunkte sind die teils überstrapazierten Keyboardsounds (z.B. in "Bloodred waters" ziehmlich nervig) und der ein wenig zu weit nach hinten gemischte Gesang. Schönheitsfehler, die jedoch nicht über die Qulaität der Songs hinwegtäuschen können, die mit viel Leidenschaft umgesetzt wurden. Und mit erwähntem "Angel of darkness" sowie "Legacy of hope", "Curse of the seeking ones" und "A sun for you" haben MOONCRY echte Referenzen am Start[...]

11 Punkte
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